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Wiederbeschaffung alter Fliesen ~ Abrieb- kleine Technikkunde

 

Wiederbeschaffung alter Fliesen


Wasserschaden im 10 Jahre alten Bad und keine Reservefliesen?
Wir sagen Ihnen wer Ihnen vielleicht helfen kann, und was zu beachten ist.

  • Schauen Sie nach ob nicht doch Reservefliesen oder Einzelfliesen vorhanden sind.
    Tipp: Früher wurden häufig die Restfliesen durch die Revisionsöffnung unter die Badewanne gestellt. Lösen Sie vorsichtig die Schraube der Revisionöffnung und nehmen die Fliesen aus der Halterung, und schauen nach.
  • Prüfen Sie ob Sie die alte Rechnung noch haben, Sie brauchen die genaue Artikelbezeichnung der Fliese. Diese Artikelbezeichnung könnte auch noch auf der Verpackung stehen.
    Achtung: Anhand der Fliesenrückseite kann kein Artikel ermittelt werden, da außer dem Herstellerlogo (falls vorhanden) nur die Nummern des Prägestempel eingedruckt wird. Da der Scherben danach gebrannt und glasiert wird, bringt einen das nicht weiter, da diese Maschinen größtenteils nicht mehr existieren.
  • Messen Sie das exakte Maß Ihrer Fliese.
  • Sie benötigen auf jeden Fall Scherbenstücke zum verschicken, oder vorlegen. Die Fliesen aus der Revisionsöffnung bieten sich hier geradezu an. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen könnten auch Bruchstücke reichen. Sollte der Installateur oder Elektriker bei Ihnen stemmen müßen, achten Sie darauf das nicht die Fliesenscherben komplett entsorgt werden.

 

 


Abrieb - kleine Technikkunde

Die Beanspruchungsgruppe glasierter Fliesen und Platten nach EN 154 wird im PEI-Nasstest ermittelt. Mittels Aluminiumoxidkörnern, Stahlkugeln und Wasserzugabe wird in einem exzentrisch kreisenden System ein künstlicher Abrieb erzeugt. Die getesteten Fliesen werden dann nach der Anzahl der Umdrehungen und bei unbeschädigtem Verschleißbild in diese Gruppen eingeteilt:

 

Beanspruchungsgruppe I

  • Beanspruchungsgruppe I = 150 Umdrehungen
    Glasierte keramische Bodenbeläge, die bei niedriger Begehungsfrequenz, ohne Vorhandensein von insbesondere kratzender Verschmutzung, mit weich besohltem Schuhwerk begangen werden.
    Beispiele: Badezimmer, Schlafräume in Wohnungen ohne direkten Zugang von außen.

Beanspruchungsgruppe II

  • Beanspruchungsgruppe II = 300 - 600 Umdrehungen
    Glasierte keramische Bodenbeläge, die bei niedriger Begehungsfrequenz unter geringer kratzender Verschmutzung mit normalen Schuhwerk belastet werden.
    Beispiele: Wohnbereich außer Küchen, Dielen und anderen häufig begangenen Räumen.

Beanspruchungsgruppe III
  • Beanspruchungsgruppe III = 750 -1500 Umdrehungen
    Glasierte keramische Bodenbeläge, die bei mittlerer Begehungsfrequenz, unter geringer kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk belastet werden.
    Beispiele: Gesamter Wohnbereich, Balkone, Loggien, Hotelbäder.

Beanspruchungsgruppe IV

  • Beanspruchungsgruppe IV => 1.500 Umdrehungen
    Glasierte keramische Bodenbeläge, die bei stärkerer Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk in Bezug auf die Verschmutzungs- und Belastungshäufigkeit intensiver beansprucht werden.
    Beispiele: Eingänge, Verkaufs- und Wirtschaftsräume, Büros, u. ä.

Beanspruchungsgruppe V
  • Beanspruchungsgruppe V => 12.000 Umdrehungen
    Glasierte keramische Bodenbeläge, die bei hoher Begehungsfrequenz hoher Verschleißbeanspruchung ausgesetzt sind.
    Beispiele: Läden, Restaurationsbetriebe, Theken- und Schalterbereiche.

 

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Fliesen der Beanspruchungsgruppen I, II und III entweder gar nicht mehr oder nur sehr selten verlegt werden. Wir verlegen heute zu 95 % Fliesen der Beanspruchungsgruppe IV.
Übrigens: für Gewerbebetriebe (Gaststätten, Werkstätten, Tankstellen etc.) gibt es spezielle Vorschriften, welche Fliesen wo verlegt werden können. Auch hier wissen wir Bescheid. Fragen Sie uns!
Also: Wir sagen Ihnen, wo welche Fliesen zum Einsatz kommen, und beraten Sie entsprechend.

 

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Stand: 08. Februar 04